Viagra (Wirkstoff Sildenafil) ist ein Medikament zur Behandlung der erektilen Dysfunktion (ED).
Bei einer ED ist es dem betroffenen Mann trotz sexueller Erregung wiederholt nicht möglich, eine für den Geschlechtsakt ausreichend harte und lang genug andauernde Versteifung seines Gliedes zu erreichen.
Viagra (Sildenafil) wirkt im Wesentlichen auf zweierlei Arten erektionsfördernd. Zum einen bewirkt das Medikament eine erhebliche Weitung der Blutgefäße vor allem im Bereich der männlichen Geschlechtsorgane, was einen stärkeren Blutzufluss in den Penis zur Folge hat. Zum anderen blockiert Sildenafil für mehrere Stunden das erektionshemmende Enzym PDE-5 (Phosphodiesterase-5).
Im Ergebnis ermöglicht das Medikament eine sichere, ausgeprägte Erektion, die bei sexueller Stimulation des Mannes über mehrere Stunden anhält und beiden Partnern somit zu einem entspannten Sexualleben verhilft.
Nebenwirkungen und Rezeptpflicht
Allerdings hat Viagra auch einige Nebenwirkungen, die es ganz allgemein, besonders aber für Patienten mit bestimmten Vorerkrankungen angeraten sein lassen, vor Einnahme des Medikamentes einen Arzt zu konsultieren, sich gründlich untersuchen und ein individuell geeignetes erektionsförderndes Präparat verschreiben zu lassen.
Dabei bestehen grundsätzlich zwei Möglichkeiten, nämlich die Vorlage bzw. Einsendung eines ärztlichen Rezeptes in einer Apotheke oder Onlineapotheke; oder die quasi rezeptfreie Bestellung via Internet nach Ausfüllen eines entsprechenden Onlinefragebogens, an Hand dessen durch einen Facharzt ein Onlinerezept ausgefertigt und der Onlineapotheke zuleitet wird, welche dann frei Haus liefert.
Der sicherste Weg ist auf jeden Fall immer der Gang zum Arzt, der ein Rezept nur auf Grund einer gründlichen Anamnese sowie eine körperlichen Untersuchung ausfertigen wird.
Die Untersuchung
Wen lediglich die ärztliche Untersuchung vor dem Einkauf von Viagra mit ärztlichem Rezept abschreckt, für den ist es vielleicht nützlich zu wissen, was dabei überhaupt geschieht. Hier einige Stichpunkte:
Anamnese: Gespräch über Vorerkrankungen, Operationen, Unfälle, eingenommene Medikamente, Lebensstil, die psychische Situation des Patienten, das bisherige Sexualleben u.ä.,
Körperliche Untersuchung: Messen von Blutdruck, Puls und Gewicht, Untersuchung und Palpation/Abtasten des Penis, Hoden und des Unterbauches, insbesondere der Leistengegend und der Leber, Ermittlung der Hodengröße, Untersuchung der Prostata, Begutachtung der bestimmter Reife- und Geschlechtsmerkmale (z. B. Schambehaarung),
Laboruntersuchung: Blutzucker, Cholesterin, Testosteron und andere Hormone, Leber-, Nieren- und Schilddrüsenwerte.
Bei der Untersuchung geht es darum, herauszufinden, ob der Erektionsstörung psychische oder organische Ursachen zugrunde liegen oder ob die erektile Dysfunktion möglicherweise Vorläufer oder Begleiterscheinung bislang unerkannter Erkrankungen sein kann.
